Gräber als Gemüsebeet
Black humor is very british – und Skurriles manchmal auch. In diese Kategorie fällt die Idee eines Öko-Bauern. Richard Sibley aus der englischen Grafschaft Somerset will ab kommendem Jahr Trauernden einen ganz besonderen Service bieten und stellt dafür sein Land zur Verfügung. Hinterbliebene können ihre Lieben auf seinem Grundstück zu Grabe tragen und anschließend auf dem Grab Gemüse anpflanzen.
Blick ins Maisfeld (© Rainer Sturm/Pixelio)
Für Bestattungen werden rund 1.500 Euro anfallen und für die anschließende Bepflanzung noch einmal 14 Euro monatlich. Zwar ist sich der Öko-Bauer im Klaren darüber, dass nicht jeder seine Idee mögen wird. Aber auf diese Weise kann das Land – so Richard Sibley gegenüber der BBC – wieder genutzt werden und etwas zurückgeben.
Bestattet werden die Toten in geflochtenen Weidensärgen und anschließend auf Gelände des Öko-Bauern beigesetzt. Sibleys Konzept sieht eine Kapazität von rund 500 Gräbern vor. Bevor allerdings die erste Bestattung 2010 in Angriff genommen werden kann, muss der Öko-Friedhof noch vom North Somerset Council abgesegnet werden.
Und obwohl die Erlaubnis noch aussteht, plant Richard Sibley bereits für die Zukunft – in Großbritannien sollen seinem Willen nach noch 12 ähnliche Plätze entstehen.