Weiße Dächer braucht das Land …
… könnte man im ersten Moment denken. Im zweiten Moment könnte man an einen verspäteten Aprilscherz bei der Überschrift zu diesem Artikel denken. Wer der englischen Sprache mächtig, wird schnell feststellen, dass der Ruf nach weißen Dächern durchaus Hand und Fuß haben kann. Und für alle die eher die deutsche Sprache bevorzugen – hier eine kurze Zusammenfassung, warum weiße Dächer gut für unser Klima sein können.
Pluspunkt Nr. 1: eine höhere Rückstrahlfähigkeit
Helle Flächen erhöhen die Rückstrahlfähigkeit. Eine Tatsache, die Wissenschaftler aus der Natur bereits seit einigen Jahren bekannt ist. Eine Übertragung dieser These auf Hausdächer ist dagegen neu. Während das weiße Hausdach bis zu 80 Prozent der Energie reflektiert, sieht die Bilanz bei dunklen Dächern mit lediglich 20 Prozent im sprichwörtlichen Sinn düster aus.
Laut einer wissenschaftlichen Studie soll ein Dach mit einer Grundfläche von 93 qm allein Kohlendioxid in einer Größenordnung von 10 Tonnen wieder aufwiegen können.
Pluspunkt Nr. 2: Geringerer Energieverbrauch
Dank der höheren Rückstrahlfähigkeit heizt ein weißes Dach sich deutlich geringer auf als der dunkle Kollege – und damit sinkt auch die Raumtemperatur darunter. Am Ende ließe sich auf diese Weise ohne Probleme der Energieverbrauch im Sommer senken, da die Klimaanlage deutlich weniger leisten muss als bisher.
Und damit leiden nicht nur die Bewohner der Häuser weniger stark unter der Sommerhitze. Dicht besiedelte Regionen lassen sich dank weißer Dächer und eines hellen Straßenbelags spürbar abkühlen.
Fazit: Weiße Dächer sind gut für´s Klima und unser Wohlbefinden. Und wer weiß, vielleicht wecken sie ja auch ein mediterranes Urlaubsfeeling.